
Ankündigung
Vor 30 Jahren startete der Europarat eine der erfolgreichsten
Städtebaukampagnen aller Zeiten: A FUTURE FOR OUR PAST. In dieser
Kampagne wurde die „Europäische Stadt“ wiedergeboren – als gemeinsames Erbe, das
es zu schützen gilt, als gemeinsame Tradition, die weiterentwickelt werden muss,
als Leitbild einer besseren Stadt – und dies zugleich in West- und Osteuropa,
also mitten im Kalten Krieg. Der Kongress „30 Jahre Europäische Stadt“ wird das
Thema Städtebau rückblickend wie vorausschauend ins Zentrum rücken.
Städtebau vermittelt den gesellschaftlichen Strukturwandel, muss aber zugleich
dem Sprawl begegnen und auf Nachhaltigkeit orientieren. Auf dem Kongress wird
gefragt werden:
• Was sind die Traditionen des europäischen Städtebaus?
• Wie wird sich der europäische Städtebau weiterentwickeln?
• Was sind Best-Practice-Projekte, was sind Chancen, was Gefahren?
Der Kongress „30 Jahre Europäische Stadt“ hat zwei Teile: In einem ersten Teil
wird Berlin als Beispiel des grundsätzlichen Wandels im Städtebau vorgestellt.
In diesem Teil werden – neben offiziellen Repräsentanten Berlins und des
Bundesministeriums – CEU-Mitglieder wie Harald Bodenschatz, Undine Giseke,
Harald Kegler, Christoph Kohl, Ulla Luther und Thomas Sieverts, aber auch
Dorothee Dubrau, Hans Kollhoff, Vittorio Lampugnani und Christoph Sattler als
unmittelbar an Projekten in Berlin Beteiligte diese Entwicklungen bewerten. In
einem zweiten Teil werden internationale Referenzprojekte des Städtebaus in
großen Städten gezeigt und erörtert. Das Spektrum der Redner reicht vom Pierre
Laconte aus Belgien, der die europäische Hauptstadt Brüssel kritisch unter die
Lupe nehmen wird, über Vertreter aus Israel, den Niederlanden, Schweden oder
Spanien, den Städtebau in ihren Regionen und Best-Practice-Beispiele
reflektieren werden. Mit dem Präsidenten des Royal Institute of British
Architects, George Ferguson, wird einer der Strategen des britischen Städtebaus
Einblicke in die Perspektiven in Großbritannien geben. Außerdem ist der
Präsident des Congress for the New Urbanism, Bürgermeister a. D. John Norquist,
aus den USA angekündigt.
Veranstalter der Tagung ist der Council for European Urbanism (CEU). CEU ist ein
europäisches Netzwerk, das auf eine Qualifizierung des europäischen Städtebaus
durch eine Förderung des internationalen Austauschs zielt. CEU wurde 2003 in
Brüssel und Stockholm gegründet. CEU setzt sich für die Verbesserung der
stadtgestalterischen Qualität, die Förderung der lokalen Identität, einen
sozial-orientierten Stadtumbau, eine nachhaltige Raumentwicklung und letztlich
eine Qualifizierung der gesamten Stadt-Region ein. Tagungsort ist das
Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, Invalidenstraße.
Schirmherr des Kongresses ist Manfred Stolpe, Minister für Verkehr, Bau-
und Wohnungswesen. Der Kongress wird von zahlreichen Partnern unterstützt.
Weitere Informationen zum Programm, zu den Exkursionen, den
Abendveranstaltungen, zu den Anmeldemodalitäten und zum Council for European
Urbanism erhalten Sie unter: www.ceunet.de.
Der c . e . u . – c o u n c i l f o r e u r o p e a n u r b a n i s m
versteht sich als Forum für eine
Reform des Städtebaus in Europa und möchte Sie aufmerksam machen auf den
Internationalen
Städtebaukongress.
3 0 J a h r e E u r o p ä i s c h e S t a d t –
R ü c k b l i c k u n d A u s b l i c k
Vom 8. bis 10. September 2005 in Berlin, im Lichthof des
Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen
Die Städtebaukampagne des Europarates im Jahre 1975 stiftete erstmals auf
breiter Front ein
neu interpretiertes Verständnis der europäischen Stadt – und zwar in West- wie
Osteuropa.
Europäische Stadt ist seither ein Grenzen überschreitendes städtebauliches
Leitbild, das
immer wieder erneuert, verteidigt und ausdifferenziert werden muss.
Der internationale Kongress in Berlin will sich auf die besondere europäische
Städtebautradition
beziehen und zugleich auf zwei Ebenen in die Zukunft blicken:
• auf Berlin als ein Beispiel für das Ringen um einen neuen Städtebau nach der
Moderne und
• auf Erfahrungen und Perspektiven des Städtebaus in Europa und anderswo.
Auf beiden Ebenen werden durch internationale Fachleute Antworten auf die Fragen
gesucht,
welche realisierten Projekte warum und in welcher Hinsicht ein Erfolg waren,
welche grundsätzlichen
Probleme und Tendenzen im Städtebau sichtbar geworden sind und was wir aus
diesen
Erfahrungen für die Zukunft lernen können.
Wir würden uns freuen, wenn Sie sich den Termin vormerken würden.
Der Kongress ist kostenpflichtig.
Weitergehende Informationen finden Sie unter www.ceunet.de
Das ausführliche Programm senden wir Ihnen im April 2005 zu.
Für Rückfragen steht Ihnen Runze & Casper Werbeagentur GmbH, Frau Koch,
unter Tel. 0 30-28 01 81 71 oder e-mail koch[at]runze-casper.de zur Verfügung.
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