Essays/ Kommentare


NRW Urbanism

Die Charrette als Basis verlässlicher Entwicklung

Vorrede: Resistenz heißt Integration

Eigentlich sind sie natürliche Verbündete, die europäische reflexive Moderne und das Spektrum des US-amerikanischen Reformstädtebaus, das von Smart Growth über New Urbanism bis zu Liveable Communities reicht, wenn es da nicht tiefe Unkenntnis, Voreingenommenheit und ideologische Ressentiments oder auch schlechte Einzelerfahrungen geben würde. Warum also, so stellt sich die Frage, widmen wir uns überhaupt der Integration von Elementen US-amerikanischer Erfahrungen in die deutsche Planungskultur? Ein flüchtiger Blick über den Atlantik zeigt, dass vieles von dem, was in Europa und besonders in Deutschland planerisch und baulich praktiziert wird, den Verhältnissen in den USA weit voraus ist, gemessen an dem, was hierzulande unter Nachhaltigkeit im weitesten Sinne oder unter Baukultur verstanden wird. Ob dies den öffentlichen Verkehr oder das ausgeprägte Baurecht betrifft, die USA sind diesbezüglich wohl eher ein Entwicklungsland der städtebaulichen Kultur, das mit „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu bedenken wäre und nicht Gegenstand der Erörterung hinsichtlich der Übernahme bzw. Integration von planungskulturellen Elementen sein könnte. Wir haben doch alles, so die gängige Meinung. Und wenn wir etwas nicht haben, dann sollten wir tunlichst uns auch davor hüten, diese Dinge aus den USA zu übernehmen. Dazu gehören wohl vor allem die ästhetischen Seiten einer als rückwärts orientiert angesehenen Baukultur, wenn davon überhaupt gesprochen werden kann, angesichts der – gelinde gesagt – kitschigen Bauresultate....lesen Sie mehr
 

COUNCIL FOR EUROPEAN URBANISM - C.E.U. DEUTSCHLAND

Gründungskonferenz in Görlitz und Zgorzelec, 2. bis 4. September 2004

Anmerkungen zum Charakter der Charta

In einer kritischen Passage seines Festvortrages am Abend des ersten Tages der C.E.U.-Konferenz in Görlitz hat Tom Sieverts der Gründungs-Charta vorgehalten, dass sie nicht die Brisanz, Dynamik, visionäre Stärke u.ä. besitze, die beispielsweise das Kommunistische Manifest ausgezeichnet hat.

Die C.E.U.-Charta will m.E. in der Tat etwas anderes: es geht darin um den Anspruch, sich gegenseitig über Grundaussagen zu Stadtplanung und Städtebau zu verständigen, die als neue Selbstverständlichkeiten des Urbanismus gelten können; es geht um die Würdigung der (erprobten!) strukturellen Qualitäten des immer schon Vorhandenen (der Stadt wie der Region) und insofern um spezifische, differenzierte, europäische Traditionen des Stadt-(um)baus, um das kritische Aufbewahren des kulturellen Erbes von lebenswerter Stadt- und Landschaftsausprägung. ...lesen Sie mehr

 

 

 


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