Berlin in Transformation:
Strategische Ansätze für die Stadtentwicklung

Harald Bodenschatz
Marta Doehler-Behzadi
Undine Giseke
Michael Krautzberger

Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer rief 2004 das traditionsreiche Stadtforum wieder ins Leben, um es für die öffentliche Diskussion über Stadtentwicklungsstrategien und als Instrument der Politikberatung zu nutzen. Zur Vorbereitung und Auswertung der Foren im Veranstaltungszyklus „Stadtforum Berlin 2020“ (2004-2006) wurde ein wissenschaftlicher Beirat berufen. Mitglieder sind Prof. Dr. Harald Bodenschatz, Dr. Marta Doehler-Behzadi, Prof. Undine Giseke sowie Prof. Dr. Michael Krautzberger. Die vorliegende Zwischenbilanz richtet sich an Politik und Verwaltung ebenso wie an Wirtschaft und Gesellschaft. Es geht dem Beirat hier nicht darum, die Ergebnisse und Erkenntnisse der Foren im Einzelnen wiederzugeben. Vielmehr sollen diese zu einem strategischen Ansatz verdichtet werden, der darauf zielt, die Stadt, angesichts des gesellschaftlichen und ökonomischen Wandels zukunftsfähig zu machen.

1 Stadtforum Berlin 2020
Wissenschaftlicher Beirat

Prof. Dr. Michael Krautzberger
Honorarprofessor Dortmund, Berlin

Dr. Marta Doehler-Behzadi,
Büro für urbane Projekte, Leipzig Freie Architektin, Stadtplanerin

Prof. Undine Giseke,
TU Berlin, Institut für Landschaftsarchitektur und Umweltplanung Landschaftsplanerin

Prof. Dr. Harald Bodenschatz,
TU Berlin, Institut für Soziologie Sozialwissenschaftler und Stadtplaner

Kurzfassung

I. Berlin ist eine junge Hauptstadt, die als solche bisher nicht hinreichend akzeptiert wird und die ihre Identität noch finden muss. Die Hauptstadt muss in Deutschland für ihre besondere Rolle aktiv werben und sich um Akzeptanz bemühen.

II. Berlin muss die wirtschaftlichen Grundlagen einer postindustriellen Gesellschaft im Wettbewerb mit vielen anderen europäischen Metropolen weitgehend neu schaffen. Die Stadt hat durch das Dritte Reich, den Zweiten Weltkrieg und die Zeit der deutschen Teilung das wirtschaftliche Fundament verloren.

III. Berlin hat ungewöhnlich reichhaltige Potenziale. Ein wertvolles Kapital ist der städtebauliche Bestand; die durch geschichtliche Brüche verursachten Kanten und Narben sind darin eingeschlossen. Dieses Kapital gilt es zu nutzen, umzunutzen bzw. neu in Gebrauch zu nehmen. Eine besondere Bedeutung kommt dabei temporären Nutzungen zu.

IV. Der gegenwärtige sozioökonomische Wandel erfordert eine Transformationsstrategie. Diese positioniert Berlin als größte Metropole Deutschlands. Sie verbessert – auch in atmosphärischer Hinsicht – die Voraussetzungen für Innovation und Wachstum in zukunftsträchtigen Wirtschaftszweigen. Sie orientiert sich an den Ansprüchen der postindustriellen „kreativen Klasse“ und vertritt gleichzeitig den Wert einer solidarischen Stadt.

V. Der Wandel muss aktiv gestaltet werden. Hierzu bedarf es eines neuen Bündnisses ganz unterschiedlicher Akteure. Die Transformation Berlins bedarf eines Netzwerks, in dem zivilgesellschaftliche Initiativen, private Investoren, Politik und öffentliche Verwaltung gemeinsame Visionen entwickeln und umsetzen. Die Rolle der öffentlichen Hand verschiebt sich. Sie besteht hier im Schwerpunkt darin, strategische Leitziele zu klären, Leitprojekte anzustoßen sowie alle notwendigen Prozesse aktiv zu begleiten.

VI. Eine Transformationsstrategie braucht Leitprojekte, um sichtbar und erkennbar zu werden. Prioritätensetzung und Konkretisierung in der Stadtentwicklung Berlins müssen öffentlich dargestellt, erörtert und verhandelt werden. Leitprojekte sind vor allem dort zu verorten, wo entsprechende Potenziale vorhanden sind und wo die zur Verfügung stehenden Mittel möglichst effektiv eingesetzt werden können.

VII. Eine Transformationspolitik sollte sich auf strategische Räume konzentrieren. Von herausragender Bedeutung sind vor allem die Räume im Umfeld des neuen Hauptbahnhofs und östlich des Zentrums entlang der Spree sowie das Umfeld des Flughafens Schönefeld. Aber auch Stadtteilzentren bieten mit Blick auf die lokalen Ökonomien, das soziale Leben und die Identität im Quartier ein immenses Potenzial.

VIII. Die soziale Orientierung der Transformationspolitik sollte klar erkennbar sein. Zum einen müssen die Interessen, Wünsche und Hoffnungen der neuen postindustriellen, „kreativen Klasse“ berücksichtigt werden. Zum anderen muss denjenigen, die von den Entwicklungen abgekoppelt sind, Förderung bzw. Fürsorge zuteil werden.

IX. Die Transformationsstrategie ist in einem strategischen Konzept darzulegen und im Rahmen eines „Netzwerks Berlin“ zu konkretisieren. Es sollte ein verbindliches „Netzwerk Berlin“ mit Vertretern aus Kultur, Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Stadtgesellschaft aufgebaut werden, das die Erstellung und kontinuierliche Fortschreibung eines strategischen Konzeptes beratend begleitet und dessen Umsetzung mit trägt. 3 Berlin in Transformation: Strategische Ansätze für die Stadtentwicklung Harald Bodenschatz, Marta Doehler-Behzadi, Undine Giseke, Michael Krautzberger

 

Berlin in Transformation:

Strategische Ansätze für die Stadtentwicklung

1. Wo steht Berlin?


Berlin war seit seiner Gründung, vor allem aber seit dem 19. Jahrhundert immer wieder harten politischen und gesellschaftlichen Brüchen ausgesetzt. Diese waren oft mit einem Wechsel der gesellschaftlichen Eliten verbunden, die jeweils neue städtebauliche und soziale Visionen für Berlin vertraten. Berlin war immer im Werden – auf Kosten des Gewordenen. Die stetig bemühte Formel eines „Neuen Berlin“ spiegelt diese Entwicklung.

Industrialisierung und die Erklärung Berlins zur Reichshauptstadt führten zu einer radikalen Überformung der preußischen Residenz im späten 19. Jahrhundert. Es folgten Planungen zur umfassenden städtebaulichen Neuordnung der Stadt in der wirtschaftlich schwachen Weimarer Republik und vor allem während der NS-Zeit. Sie blieben in den Anfängen stecken. Nach den erheblichen Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg fungierte das programmatisch neu gestaltete, hoch subventionierte Berlin als Hauptstadt der DDR bzw. als Schaufenster des Westens und stand jahrzehntelang als Frontstadt des Kalten Krieges im Rampenlicht der Weltöffentlichkeit. Nach 1989 brach mit dem Ende dieser künstlich geschaffenen Situation die industrielle Basis der Stadt in kürzester Zeit zusammen. Gleichzeitig wurde die Stadt Regierungssitz und Symbol des wiedervereinigten Deutschlands. Berlin war nun gefordert, den Einigungsprozess von Ost und West modellhaft zu verwirklichen. Bis heute aber hat Deutschland mit seiner Hauptstadt, aber auch die Stadt mit sich selbst, noch keinen (selbst-)sicheren Umgang gefunden.

Berlin hat spezifische Probleme, die eine Herausforderung für die Stadtentwicklung darstellen:

Neben diesen Problemen aber hat Berlin vor allem spezifische Potenziale, die durch die Stadtentwicklung genutzt und aktiviert werden können:

 

Stadtentwicklungspolitik wird wieder wichtig!


Nach all den Erwartungen, die mit der Wiedervereinigung an Berlin herangetragen wurden, nach der Hauptstadt-Werdung und der damit verbundenen Euphorie der frühen 1990er Jahre ist Ernüchterung eingetreten. Die Illusion vom großen Wachstumsschub ist verblasst. Die Vorstellung, dass man in Berlin mit Blick auf die geringe Nachfrage auf dem Immobilienmarkt abwarten könne oder gar müsse, ist dagegen noch weit verbreitet. Wer aber wartet, gestaltet nicht.

Der Abschied von der Industriegesellschaft war und ist auch in Berlin ein schmerzlicher Prozess, der mit dem Wegbrechen von traditionellen Arbeitsplätzen, sinkenden öffentlichen Einnahmen und steigenden Sozialausgaben verbunden ist. Seine besondere Dramatik erhält dieser Prozess zusätzlich durch erhebliche demographische Veränderungen, die in den kommenden Jahrzehnten immer stärker zu spüren sein werden. Es kann vor diesem Hintergrund nicht das Ziel der Stadtentwicklungspolitik sein, einfach nur sparsam zu wirtschaften. Vielmehr braucht Berlin starke politische Signale, eine aktive, gestaltende Stadtentwicklungspolitik und eine neue Art von Planung, die den Transformationsprozess in der Stadt zielgerichtet unterstützt und sichtbar macht.

In Berlin müssen die Rahmenbedingungen für ein neues wirtschaftliches Fundament geschaffen werden. Wissens- und kulturbasierte Industrien und Dienstleistungen sind Motor des ökonomischen Wandels; eine Voraussetzung für ihr Wachstum ist ein auf die Bedürfnisse der sog. „kreative Klasse“ zugeschnittenes Klima und Umfeld. Gleichzeitig gilt es, die übrige Bevölkerung „mitzunehmen“, ihre Lebensqualität in der Stadt zu sichern, es ihnen zu ermöglichen, sich für neue Aufgaben zu qualifizieren und ihnen ggf. staatliche Fürsorge zukommen zu lassen. Die Handlungsspielräume der öffentlichen Hand für diese Aufgaben sind langfristig nur zu erhalten und zu erweitern, wenn es gelingt, den wirtschaftlichen Transformationsprozess zu bewältigen. Das bedeutet unter anderem: Die Stadt muss ihr offenes Klima und kreatives Milieu stärken, damit die Menschen ihre Ideen und Talente letztlich in erfolgreiche Projekte umwandeln können. Sie muss offensiv um Zuwanderung kreativer Schichten und internationalen Know-hows werben. Schlüssel dazu sind u.a. ein interessantes Kultur- und Freizeitangebot, ein vielfältiges Angebot an hochwertigem Wohnraum in allen Lagen, ein hervorragender öffentlicher Nahverkehr und ein differenziertes System attraktiver öffentlicher Räume. Gleichzeitig ist die Sicherung preiswerten innerstädtischen Wohnraums zu gewährleisten. Ein Weg, sozial benachteiligte Quartiere langfristig zu stabilisieren, ist die Stärkung der Stadtteilzentren und die Qualifizierung der Bildungsinfrastruktur.

Die europäische Stadt mit ihren flexiblen Strukturen hat gute Voraussetzungen, sich den Bedürfnissen der postindustriellen Ökonomie und Gesellschaft anzupassen. Der städtebauliche Bestand ist ein wertvolles Kapital Berlins, das es zu nutzen gilt. Neue Lebens- und Arbeitswelten können sowohl in den kompakten Quartieren als auch auf Konversionsflächen, also Flächen, die ihre Funktion ganz oder teilweise verloren haben, entstehen. Die Umgestaltung ausgewählter Konversionsflächen rückt derzeit in vielen europäischen Metropolen unter den Vorzeichen der Wissensgesellschaft in den Vordergrund der Stadtentwicklung und kann auch in Berlin zum Sinnbild für die Ausrichtung auf die postindustrielle Zukunft werden.

Besondere Bedeutung kommt im Transformationsprozess temporären Nutzungen zu. Durch Zwischennutzungen können sich Entwicklungsimpulse für vorübergehend unter- bzw. nicht genutzte Flächen und Gebäude ergeben. Sie werden zu Labors der Transformation und zu „Freiheits-Räumen“ der Stadt.

Die öffentliche Hand muss einerseits Entwicklungsimpulse setzen, andererseits aktivierendes Management betreiben und Spielräume für lokale Selbstorganisation bzw. Marktaktivitäten öffnen. Insgesamt ergeben sich daraus neue Anforderungen an die Offenheit und Flexibilität von Politik und Verwaltung.

Vor diesem Hintergrund werden folgende Leitziele formuliert:

Eine gestaltende Stadtentwicklungspolitik für „Berlin in Transformation“

 

3. Kräfte bündeln und Mittel konzentrieren!


 Eine Transformationsstrategie bedarf – vor dem Hintergrund beschränkter finanzieller Spielräume – einer klaren Prioritätensetzung. Umgekehrt gilt: Es ist auch der „Mut zur Lücke“ erforderlich, die Bereitschaft, auf weniger wichtige Maßnahmen und Projekte vorerst zu verzichten. Die Prioritätensetzung mündet in die Festlegung von Leitprojekten, welche die Leitziele auf konkreter Ebene umsetzen und erkennbar machen. Solche Leitprojekte sind vor allem dort zu verorten, wo entsprechende Potenziale vorhanden sind und wo die zur Verfügung stehenden Mittel möglichst effektiv für die Unterstützung des Wandels eingesetzt werden können. Darüber hinaus sind sie dort einzusetzen, wo benachteiligte Quartiere wirkungsvoll gestärkt werden können.

 

4. Aufmerksamkeit und Ressourcen auf strategische Räume konzentrieren!


Soll die Transformationsstrategie wirkungsvoll und der Einsatz von Mitteln effektiv sein, ist es erforderlich, die Kräfte zu konzentrieren und räumliche Prioritäten zu setzen. Welche Räume sollten im Vordergrund der Stadtentwicklungspolitik stehen?

In den 1990er Jahren wurde das historische Zentrum in den Mittelpunkt der Stadtentwicklung gerückt. Dafür gab es gute Gründe. Es hatte in erheblichem Umfang seine alten (DDR-)Funktionen verloren. Es musste auf den Druck neuer Marktakteure reagieren, sollte in der vereinigten Stadt, aber auch in ganz Deutschland und international das „Neue Berlin“ repräsentieren und musste zugleich an die wechselhafte und oft unbequeme Geschichte anknüpfen. Das Zentrum der Stadt hat heute wieder große symbolische Bedeutung gewonnen – als repräsentative Seite der Stadt, als Mitte der Hauptstadt, als Zentrum der „Hochkultur“, als Anziehungspunkt für Besucherinnen und Besucher. Seine weitere Ausgestaltung bleibt eine vorrangige Aufgabe.

 Nunmehr gewinnen allerdings auch Standorte außerhalb des historischen Zentrums an Bedeutung. Dort kristallisieren sich neue “Zukunftsräume“ heraus. Von herausragender Bedeutung erscheinen vor allem zwei zentrumsnahe Räume: der Bereich westlich des historischen Zentrums und der Bereich im Osten entlang der Spree. Hier bestehen Chancen für eine prozessorientierte Stadtplanung, die neue  Nutzungsmischungen initiiert. In diesem Sinne sind bestehende Planungen und Konzepte zu überprüfen und ggf. neu zu profilieren.

Neben der Konzentration auf die zentral gelegenen Zukunftsräume bleibt die Konsolidierung bzw. Revitalisierung der weiteren Innenstadt eine Schlüsselaufgabe. Die kompakte, gemischt genutzte und sozial vielfältige Innenstadt mit ihren unterschiedlichen öffentlichen Räumen ist der wichtigste Ort für wirtschaftliche Innovation, kulturelle Aktivitäten und soziale Begegnung. Räumlich entspricht sie dem bis zum Ersten Weltkrieg entstandenen „Steinernen Berlin“, das über den sog. „Hundekopf“ etwas hinausgeht. Die Innenstadt bietet flexible Spielräume für die Herausbildung einer nachhaltigen, postindustriellen Stadt. Eine Konzentration der Ressourcen auf ausgewählte Revitalisierungsräume der Innenstadt ist daher sinnvoll. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem die Stadtteilzentren. Durch ihre Stärkung können die Quartiere der Innenstadt am effektivsten revitalisiert bzw. konsolidiert werden. In ihnen bündeln sich gewaltige Potenziale: Hier entwickeln sich große Teile der lokalen Ökonomie, insbesondere im Bereich des Einzelhandels und der Dienstleistungen. Hier finden sich öffentliche Räume als Treffpunkte und Orte der Kommunikation. Stadtteilzentren stiften Identität, stärken angrenzende Wohngebiete und sind damit auch in sozialer Hinsicht von großer Bedeutung.

Insgesamt ist eine offensive Profilierung (Imagebildung bis hin zum Branding) von unterschiedlichen Quartieren und Stadträumen notwendig, die deren Stärken und Potenziale sowie deren Platz in der gemeinsamen Stadtregion der Zukunft herausarbeitet und den Stolz der Stadtbürgerinnen und -bürger stärkt.

Berlin steht nicht nur als kompakte Stadt, sondern auch als Stadtregion mit unterschiedlichen Siedlungs- und Landschaftsräumen im internationalen Wettbewerb. Daher müssen auf stadtregionaler Ebene Konzepte auch für die äußere Stadt und das Umland und insbesondere Vorschläge für Großwohnsiedlungen und ausgedehnte Einfamilienhausgebiete erarbeitet werden.

5. Berlin braucht ein strategisches Konzept!


Strategische Leitziele sind in einem strategischen Konzept detaillierter zu entfalten. Sie sollten zugespitzt werden und in Leitprojekte für ausgewählte Standorte, Lagen und Quartiere münden, die für eine bestimmte Periode in den Vordergrund rücken. Mit Hilfe eines solchen Konzeptes werden die Schwerpunkte der Stadtentwicklungspolitik sichtbar, erlebbar und an den eigenen Maßstäben messbar.

Wir schlagen eine Schwerpunktsetzung zugunsten der oben genannten Zukunftsräume (Uferräume östlich der Spreeinsel sowie Bereich zwischen Kulturforum, Potsdamer Platz, Reichstag und Kanzleramtsgebäude bis hinter den neuen Hauptbahnhof) und zugunsten ausgewählter Revitalisierungsräume (innerstädtische Stadtteilzentren) vor. In der äußeren Stadt rücken ebenfalls die Stärkung von Stadtteilzentren, darüber hinaus aber auch die Pflege und Entwicklung der Landschaftsräume in den Vordergrund. In der weiteren Stadtregion ist – neben der weiteren Drosselung der Zersiedelung – die geordnete Entwicklung einer Flughafencity vorrangig.

Auf dem Weg zu einem solchen Konzept scheint eine Fortführung der Diskussion im Rahmen des Stadtforums sinnvoll und notwendig. In einem nächsten Veranstaltungszyklus sollten öffentliche Werkstattgespräche zur langfristigen räumlichen Entwicklung Berlins durchgeführt und dabei jeweils einzelne (Zukunfts-)Räume mit ihren Potenzialen und alternativen Entwicklungsperspektiven in den Mittelpunkt gestellt werden. Die Schlüsselakteure sind jeweils in die Diskussion einzubeziehen.

Das strategische Konzept sollte in Kooperation mit Vertretern aus Kultur, Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Stadtgesellschaft erarbeitet werden. Dafür ist ein verbindliches „Netzwerk Berlin“ aufzubauen, dessen Mitglieder bestehende Planungen und Programme überprüfen, die Erarbeitung und Fortschreibung des strategischen Konzepts begleiten sowie dessen Umsetzung mit tragen.

Die politische Verantwortung für die Umsetzung des strategischen Konzeptes liegt vorrangig bei den Bezirken. Die Stadtentwicklungsverwaltung des Senats übernimmt die Verantwortung für die aktive, strategisch ausgerichtete Stadtentwicklungspolitik im Sinne einer zielgerichteten Transformation Berlins im Ganzen. Im Rahmen dessen ist sie verantwortlich für

 


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