ISBN 978-3-940418-27-2
Preis: 12,- €
Buchveröffentlichung
„Stadtkulturerbe Villingen“
ISBN 978-3-8334-9808-4
Seit rund 40 Jahren wird ein bauliches Erbe wissentlich schleichend zerstört.
Die Bevölkerung hat intuitiv und bis heute Position bezogen zum Abbruch der
ehemaligen Blume- Post und den dahinter liegenden Gesetzmäßigkeiten.
Das vorgestellte Buch handelt insbesondere von gewachsenen und gedachten
Stadtstrukturen, die man einerseits und aus baukünstlerischer Sicht als geistige
einmalige Setzung erkennen kann, ja muss und andererseits als einen baulichen
Werdeprozess der überall im dörflichen und städtischen Kontext ableitbar ist.
Das Buch stellt unmissverständlich klar, dass man Villingen eine einmalige, eine
bauliche Idee zuzuordnen hat. Diese Auffassung wird von drei Architekten über
die zurückliegenden Dekaden vertreten. Dagegen sind eine Vielzahl von
historischen, denkmalpflegerischen und archäologischen Vertreter der Ansicht,
dass Villingen nicht einmalig gesetzt wurde, sondern dass Villingen einem
Wachstumsprozess unterlag, mit all seiner dadurch bedingten Konsequenz
hinsichtlich der Bedeutung, denn gewachsene Stadt- und Dorfstrukturen gibt es
viele. Gedachte Strukturen, insbesondere aus dem Mittelalter, gibt es nur
wenige. Anhand der seit 2500 Jahren gültigen euklidischen Geometrie und der seit
rund 50 Jahren entdeckten fraktalen Geometrie werden die aus dem Jahre 817
gemeinsam mit Villingen genannten Orte einem formal geometrischen und
wissenschaftlichen Vergleich unterzogen. Dadurch entsteht eine bedeutende
Beweiskraft, welche baulichen Strukturen erdacht und einer geistigen Idee
zugrunde lagen und welche Strukturen einen natürlichen gewachsenen Prozess
besitzen bzw. unterliegen.
Die bauliche ursprüngliche Idee ist in der Stadt noch ablesbar und die sich
dadurch ergebenen überkommenen Baugesetze gilt es zu respektieren, was aber
nicht geschieht, wie man mittlerweile an zahlreichen Stellen ablesen kann.
Gerade der Schutz der Parzellengröße, die Lochfassade, die Dachneigung,
Traufstellung, Gaupengröße etc. etc. führten zu einem Gesamtbild das Villingen,
mit seinem einmaligen Kreuzraum seine eindrucksvolle Identität verleiht. Leider
ist dieses Gesamtbild mittlerweile deformiert.
Das Buch soll aufzeigen dass ein bedeutendes Kulturgut, in einem schleichenden
Prozess, immer weiter seiner Einmaligkeit beraubt wird. Ein Stadtkulturerbe
allerhöchster Güte, wird einem freien wirtschaftlichen fragwürdigen Prozess
ausgesetzt der irreversible Schäden an diesem baulichen Erbe anrichtet und
bedingt. Satzungen die nur in einer malerischen Sprache auf die Problematik
reagieren, werden den entscheidenden Prozess der Parzellenzusammenlegung nicht
verhindern.
Prof. Dr.- Ing. Franz Pesch, Lehrstuhlinhaber an der Universität Stuttgart, dem
ich das Vorwort für dieses Buch zu verdanken habe, spricht von emotionaler
Bindung zur Stadt und von der europäischen Stadt. Positive Emotionen zu
Villingen liegen gewiss vor, jedoch wird nicht gesehen wie sich unmerklich
dieses Stadtbild zum Negativen verkehrt und dabei nicht mehr rückgängige Fakten
hinterläßt. Die Bedeutung gegenüber Paris, London, Berlin mag gering sein, die
formale, sich seit rund 1000 Jahren zeigende Stadtgestalt hat aber europäischen
Rang, muss zuerst gesehen, respektiert und geachtet werden im baulichen Prozess,
bevor man von historischer Bedeutung spricht.
Das Stadtkulturerbe Villingen hat in ganz Deutschland ja in ganz Europa ein
einmaliges Element. Dies ist der immer noch vorhandene Kreuzraum der auf einen
ideellen, einen geistigen Akt zurückzuführen ist. Dies müsste man erkennen und
dafür habe ich dieses kleine Werk „Stadtkulturerbe Villingen“ verfasst. Das Buch
ist deutschlandweit in sämtlichen Buchhandlungen zu erhalten.
Thomas Hettich
Smart Growth - New Urbanism - Liveable Communities. Programm und Praxis
derHarald Bodenschatz/Barbara Schönig:
Renaissance der Mitte. Zentrumsumbau in London und BerlinHarald Bodenschatz (Hg.):
Renaissance der Mitte ist das Ergebnis eines Forschungsprojekts der TU Berlin über den städtebaulichen Umbau der Zentren von London und Berlin seit den 1980er Jahren. ...lesen Sie mehr.
352 Seiten, 400 vierfarbige Abb.
Ganzleinen mit Schutzumschlag
25,0 x 30,5 cm
ISBN 3-935455-93-3
Presseinformation vom 13.07.2005
Zehn Jahre Ferropolis – Fünf Giganten finden ihren Weg
Ferropolis – die Stadt aus Eisen wird zehn Jahre alt. Eine Vision erwachsen aus
der Einöde eines verlassenen Tagebaus, heute Veranstaltungsarena, lebendiges
Museum und Erholungsort. Pünktlich zum diesjährigen Jubiläum erscheint die
Festschrift – kein üblicher Bildband, sondern eine Wegbeschreibung eines der
ungewöhnlichsten Projekte Deutschlands.

Richard Florida:
Basis Books, New York 2002, 434 Seiten ISBN 0-465-02477-7
Gebundene Ausgabe - 315 Seiten - Kunstmann
Erscheinungsdatum: April 2005
Auflage: 4., Aufl.
ISBN: 3888973902
Die Erdölvorräte gehen zur Neige; Ressourcenkonflikte schüren die "neuen Kriege" unseres Jahrhunderts. Bei gleichzeitig steigendem Energieverbrauch rast die Welt auf eine existenzielle Krise zu. Hermann Scheer beschreibt in seinem neuen Buch die vielfältigen mentalen Barrieren, die die "ungebrochene Macht tradierten Energiedenkens" zementieren. Er beleuchtet aber auch schlüsselhafte Initiativen, mit denen der Wechsel zu Erneuerbaren Energien gelingen kann.
Marcus Schowalter