Es geht um IHRE Stadt – um das Heute und Morgen von Sundern!

ZUKUNFT SUNDERN: Ich plane mit!
Planungswerkstatt Charrette, 2007

Die Stadt Sundern steht vor großen Herausforderungen. Bevor der demografische Wandel mit Überalterung und Bevölkerungsrückgang die Stadt verändern wird, gilt es, sich mit Konzeptionen rechtzeitig darauf vorzubereiten. Zugleich ist die alte Stadt Sundern nicht mehr die kleine Gewerbestadt an der Röhr. Sie ist zu einer prosperierenden Regional-Stadt mit zahlreichen Gewerbestandorten, Ortsteilen sowie touristischen Anziehungspunkten geworden. Was aber wird aus dem historischen Kern der Stadt? Wer möchte dort leben und einkaufen? Welche Rolle kann dieses Zentrum zukünftig spielen? Was wird aus den brachfallenden alten Wirtschaftsstandorten im Kerngebiet von Sundern? Wie wird die städtebauliche Gestalt dieses Kerngebietes auszusehen haben, damit es bereits heute für die Zukunft gerüstet ist im Wettbewerb der vielen Kommunen südlich der Metropole Ruhrstadt? Die Fragen sind nicht einfach zu beantworten. Vor allem können die Antworten nicht ohne die in Sundern lebenden Menschen gefunden werden. Wenn es um die Zukunft der Stadt und besonders ihres Mittelpunktes geht, dann sind die Bürger und Bürgerinnen ebenso gefragt wie die Verwaltung, wie die Experten oder Unternehmer. Es ist IHRE Stadt!

Mit einer für alle offenen Werkstatt zur Planung der Stadt, die wir Charrette nennen, möchten wir alle Interessierten einladen, sich am Planen zu beteiligen. Charrette bedeutet im Französischen Karren. Diese Bezeichnung für eine gemeinsame Planungsarbeit heißt also: Sich gemeinsam vor den Karren spannen – für die Zukunft der Stadt. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Bereich zwischen Bahnhof und der Johannisstraße als südliche Begrenzung. Dabei wird jedoch der Zusammenhang in der gesamten Stadt sowie mit dem Sorpesee und den anderen orten der Region nicht außer Acht gelassen.

Die Charrette wird in drei Schritten erfolgen:
1. Vorbereitung: Zu jeder Planung gehört das Kennenlernen, das Einstimmen, das Analysieren. Dies soll aber nicht als Schreibtischtätigkeit vonstatten gehen, sondern bereits im Gespräch von Experten, Verwaltung und Bürgern. Dazu werden Gespräche geführt mit sog. Schlüsselpersonen, also mit Menschen aus Sundern, die vereine leiten, die Unternehmen führen, die besondere Kenntnisse über die Stadt besitzen oder Verantwortung für die Geschicke in der Stadt tragen. Außerdem wird eine „Mini-Charrette“ veranstaltet, in welcher erste Vorstellungen gemeinsam entwickelt werden. Die Mini-Charrette findet am 17. August im Kolpinghaus statt. Sie nimmt ab 16.30 Uhr für Interessierte die Arbeit auf. Hier können Ideen und Vorschläge am Plan eingebracht werden. Ab 18.00 Uhr ist dann ein öffentliches Plenum, wo erste Überlegungen öffentlich diskutiert werden. Vor allem aber werden auch die Fragen und Probleme, die es zu lösen gilt aufgenommen. Jetzt besteht also die Möglichkeit, sich direkt einzubringen.
2. Planungswerkstatt – Hauptcharrette: Diese wird drei Tage in Sundern im Johannishaus, vom 6. bis 8. September stattfinden. Hier wird täglich zwischen 10.00 Uhr und etwa 21.00 Uhr in aller Öffentlichkeit, nach einem klaren Ablaufplan, an der Zukunft von Sundern gearbeitet. Das Kerngebiet der Stadt wird dabei nochmals in vier Teile gegliedert (Bahnhofsviertel, Kernstadt, Rathausplatz und Südstadt). Zu diesen Teilen werden jeweils städtebauliche Lösungen erarbeitet, denn diese bilden das eigentliche Zentrum von Sundern. Die Teile müssen aber zueinander passen. Deshalb werden jeden Tag abends in öffentlichen Foren die Ergebnisse vorgestellt und diskutiert. Die Experten moderieren, bringen sich aber natürlich auch selbst planerisch ein. Im Dialog zwischen Bewohnern und den Experten mit ihrer „Außensicht“ werden die Ansichten, Vorstellungen und Ideen zusammen geführt, aber auch auf ihre Machbarkeit hin geprüft. Das Ergebnis dieser drei Tage sind die Konturen eines sog. Rahmenplanes, eines Masterplanes für die städtebauliche Entwicklung des Kerns von Sundern.
3. Durcharbeitung: Diese Ergebnis wird anschließend planerisch vertieft, bearbeitet und mit einem Maßnahmekonzept sowie einem Regelwerk für die weitere Arbeit untersetzt. Dieses Ergebnis wird wiederum öffentlich vorgestellt und erörtert. Dabei wird auch überprüft, inwieweit die gemeinsam erarbeiteten Vorstellungen aus der Hauptcharrette verwirklicht worden sind. Dem schließt sich dann eine letzte Vertiefung und Bearbeitung durch die Experten an. Am 18. Februar 2008 wird dann das Ergebnis des gemeinsamen Planungsprozesses, der Charrette vorgestellt und als Rahmenplan verabschiedet. Danach können dann sofort Umsetzungspläne erarbeitet und dann schrittweise umgesetzt werden.

Die Charrette steht allen offen. Die Bürger und Bürgerinnen der Stadt können sich direkt an der Planung beteiligen – die Informationen dazu werden über die Presse, über das Internet, über Aushänge gegeben. Das Bauamt der Stadt ebenfalls für Auskünfte zur Verfügung. Das Ganze wird natürlich auch im Internet unter www.o-sp.de/sundern und unter www.sundern.de einsehbar sein. Auch hier können Vorschläge eingebracht werden. Wie überhaupt: wer nicht direkt an den Planungen teilnehmen kann, sollte seine bzw. ihre Vorschläge auch schriftlich beim Bauamt der Stadt Sundern im Rathaus oder über das Internet einbringen.

Jetzt wird die Zukunft des Zentrums von Sundern geplant – alle können sich einbringen. Die Türen stehen offen!

Termine:
17. August 2007, 18.00 Uhr Plenum (ab 16.30 Uhr in öffentlichen Arbeitsgruppen)
6. bis 8. September 2007, täglich ab 10.00 Uhr geöffnet; täglich 18.00 Uhr öffentliches Forum
Weitere Termine im Herbst werden am 8. September bekannt gegeben.
Abschlussveranstaltung: 18. Februar 2008.

Ansprechpartner:
Lars Ohlig, Amt für Stadtplanung, Umwelt und Bauordnung
59846 Sundern, Rathausplatz 1
fon: 0293381229, fax 029339794047
mail: l.ohlig<at>stadt-sundern.de

 

Bilder/Karten/Pläne/Artikel...von Sundern:

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Sundern macht aich auf den Weg...

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Ausgabe: II/VI